Stimmt Ihr Materialaufschlag?

    Der Aufschlag aufs Material sieht nach reinem Gewinn aus. Aber Verschnitt, Fahrten zum Großhandel, Retouren, das Lager im Transporter und gebundenes Geld müssen auch daraus bezahlt werden. Prüfen Sie es in 2 Minuten.

    Werte für 2026

    Die Realität

    Ihr Körper ist Ihr wichtigstes Werkzeug, und den gibt es nicht neu zu kaufen

    Handwerk ist harte körperliche Arbeit. Knie, Rücken und Schultern halten keine 50 Jahre auf dem Gerüst, und niemand bezahlt Sie, wenn sie nicht mehr wollen. Das muss Ihr Stundensatz bezahlen, solange Sie können.

    Rechnen Sie selbst: Wollen Sie mit 60 statt 67 aufhören, müssen Sie 7 Jahre ohne Einkommen selbst bezahlen. Bei 2.500 € im Monat sind das 210.000 €, vor Steuern und Inflation. Dieses Geld kommt nur aus einer Quelle: Ihrem Stundensatz in den Jahren, in denen der Körper noch mitmacht.

    Billig arbeiten führt nicht zu einem guten Leben. Jede Stunde, die Sie unter Wert verkaufen, bezahlen Sie später mit Ihrer Gesundheit, Ihrer Rente und Ihrer Freizeit.

    Woher kommen die Zahlen?

    Jede Zahl im Rechner ist entweder ein amtlicher Wert für 2026 oder eine Schätzung, die wir als Schätzung kennzeichnen. Tippen Sie auf ein Feld, um zu sehen, warum, und ein Beispiel aus der Praxis.

    Materialeinkauf pro Jahr

    Alles Material, das Sie im Jahr für Kunden einkaufen, netto und nach Rabatt. Es steht in Ihrer Buchhaltung als Wareneinsatz oder auf den Kontoauszügen beim Großhändler. Der Startwert ist Bidmios Schätzung für einen kleinen Betrieb mit einem Gesellen.

    Aus der Praxis: Ein SHK-Betrieb mit zwei Bädern im Monat kauft schnell für 4.000 € im Monat Rohre, Fittings und Sanitärobjekte: rund 50.000 € im Jahr.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Rabatt beim Großhandel

    Der Großhändler hat einen Listenpreis, und Sie kaufen mit Ihren Konditionen darunter ein. Im dreistufigen Vertrieb (Hersteller, Großhandel, Handwerk) bei Elektro und SHK sind die Rabatte auf den Listenpreis besonders hoch, bei Baustoffen niedriger. Der Rabatt ist Ihr Verdienst, solange Sie ihn nicht weitergeben. Der Startwert je Gewerk ist Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Steht ein Verteiler mit 200 € in der Liste und Sie bekommen 35 % Rabatt, zahlen Sie 130 €. Schlagen Sie 20 % auf, berechnen Sie 156 €: immer noch 22 % unter dem Listenpreis.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Aufschlag auf Material

    Der Aufschlag ist, was Sie auf Ihren Einkaufspreis aufschlagen, in Prozent dieses Preises. Die Marge wird auf den Verkaufspreis gerechnet, deshalb sind 20 % Aufschlag nur 16,7 % Marge. Der Startwert je Gewerk ist Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Kaufen Sie Farbe für 1.000 € und schlagen 15 % auf, verdienen Sie 150 €. Gehen davon 5 % Verschnitt (50 €) und eine Stunde Abholen (49 €) ab, bleiben 51 €.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Verschnitt und Schwund

    Reste, beschädigte Ware, Material, das nicht zurückgeht, und der letzte Liter im Eimer. Es ist gekauft, aber kein Kunde zahlt dafür, wenn Sie es nicht in die Mengen einrechnen. Der Startwert je Gewerk ist Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Beim Dachdecker bleiben am Ende einer Baustelle oft ein paar Ziegel und eine angefangene Rolle Bahn übrig. Bei 55.000 € Einkauf sind 4 % schon 2.200 € im Jahr.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Stunden pro Woche für Material

    Bestellen, Fahrten zum Großhandel, Warten an der Abholtheke, Retouren, Reklamationen und Rechnungen prüfen. Zählen Sie nur die Zeit, die der Kunde nicht als Arbeitszeit bezahlt. Bei 44 Arbeitswochen sind 2 Stunden pro Woche 88 Stunden im Jahr. Der Startwert ist Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Morgens 30 Minuten beim Großhändler, zweimal pro Woche: Das ist eine Stunde pro Woche, rund 44 Stunden im Jahr, bevor eine Retoure dazukommt.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

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    Was eine Stunde kostet

    Zeit fürs Material kostet, was eine Stunde den Betrieb kostet. Der Wert kommt aus dem Mitarbeiter-Check: die Selbstkosten eines Gesellen pro abrechenbarer Stunde mit Urlaubs- und Feiertagslohn, Arbeitgeberanteilen und Berufsgenossenschaft. Arbeiten Sie allein, ist es die Stunde, die Sie stattdessen nicht abrechnen.

    Aus der Praxis: Holt ein Maler-Geselle zweimal pro Woche Material, kostet jede Stunde rund 49 €, auch wenn auf der Rechnung kein Cent davon steht.

    Lager und Material im Transporter

    Regale im Transporter, eine Garage oder Lagerfläche, Material, das verschwindet oder kaputtgeht, und Ware, die so lange liegt, dass sie nicht mehr zurückgeht. Der Startwert ist Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Ein angemieteter Garagenstellplatz kostet schnell 60 € im Monat, also 720 € im Jahr, bevor ein einziges Teil darin verschwunden ist.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Zahlungsziel beim Großhandel

    Wie lange Sie die Rechnung des Großhändlers offen lassen dürfen. 30 Tage sind ein üblicher Startwert; viele zahlen früher, um Skonto zu bekommen. Ohne Vereinbarung kommen Sie selbst spätestens 30 Tage nach Rechnung in Verzug.

    Aus der Praxis: Zahlen Sie innerhalb von 10 Tagen mit 2 % Skonto statt nach 30 Tagen, sind das bei 40.000 € Einkauf 800 € im Jahr. Dafür ist das Geld 20 Tage früher weg.

    Tage bis zur Zahlung des Kunden

    Vom Einkauf an muss der Auftrag fertig werden, die Rechnung raus und das Geld kommen. Ohne Zahlungsziel ist der Kunde spätestens 30 Tage nach Rechnung im Verzug, Privatkunden nur, wenn die Rechnung darauf hinweist. Firmenkunden schulden dann 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz: 10,52 % im zweiten Halbjahr 2026.

    Aus der Praxis: Sie kaufen am 1. März Material für ein Bad, die Arbeit ist am 20. fertig, die Rechnung geht am 25. raus, der Kunde zahlt am 20. April: 50 Tage, in denen Ihr Geld beim Kunden liegt.

    Zinssatz Kontokorrent

    Gebundenes Geld kostet Kontokorrentzinsen oder fehlt auf dem Konto. Der EZB-Leitzins ist niedrig, aber der Dispo- oder Kontokorrentkredit eines kleinen Betriebs kostet meist deutlich mehr. 8 % sind Bidmios Schätzung wie im Zahlungsverzug-Rechner; fragen Sie Ihre Bank nach Ihrem Satz.

    Aus der Praxis: Liegen 10.000 € Material 30 Tage länger beim Kunden, kostet das bei 8 % rund 66 €. Bei einem großen Auftrag mit 40.000 € Material und zwei Monaten sind es über 500 €.

    Alle Quellen

    Werte für 2026

    Steuer- und Beitragswerte ändern sich jedes Jahr. Wir aktualisieren die Zahlen, sobald die neuen Werte veröffentlicht sind. Prüfen Sie Ihre eigenen Zahlen trotzdem mit Ihrem Steuerberater.

    Was ist der Unterschied zwischen Aufschlag und Marge?

    Der Aufschlag ist der Gewinn in Prozent vom Einkaufspreis, die Marge der Gewinn in Prozent vom Verkaufspreis. Kaufen Sie für 100 € und verkaufen für 125 €, sind das 25 % Aufschlag, aber nur 20 % Marge.

    Warum zählt die Zeit fürs Material?

    Bestellen, Fahrten zum Großhandel, Retouren und Rechnungen prüfen kosten Zeit. Bezahlt der Kunde diese Zeit nicht als Arbeitszeit, muss der Aufschlag aufs Material sie bezahlen.

    Woher kommt der empfohlene Aufschlag?

    Er ist Bidmios Schätzung, keine Branchenstatistik: der Aufschlag, der Verschnitt, Zeit, Lager und Zinsen deckt, plus 10 bis 25 Prozentpunkte, aber nicht über dem Listenpreis des Großhändlers, den Kunden selbst finden können.

    Darf ich mehr als den Listenpreis verlangen?

    Ja, den Preis bestimmen Sie. Privatkunden müssen Sie aber den Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer nennen, und viele vergleichen Preise im Internet oder im Baumarkt. Ist Ihr Aufschlag hoch, erklären Sie, was er abdeckt: Gewährleistung, Lieferung und Ihre Zeit.

    Speichern Sie meine Zahlen?

    Nein. Alles wird in Ihrem Browser gerechnet, nichts wird an einen Server geschickt. Der Link zum Teilen enthält nur Einkauf, Rabatt, Aufschlag, Verschnitt und Stunden.

    Hinweis

    Alle Berechnungen sind unverbindliche Beispielrechnungen ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Sie sind keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Die Zahlen zeigen, was ein gesunder und profitabler Betrieb nach Ihren Eingaben und den typischen Werten für 2026 braucht. Ihre eigene Lage kann abweichen. Besprechen Sie Entscheidungen immer mit Ihrem Steuerberater.