Was kostet Sie Gratisarbeit als SHK-Installateur?

    „Können Sie mal eben …?“ Eine halbe Stunde hier, eine Nacharbeit da und eine Besichtigung, aus der nie ein Auftrag wurde. Einzeln sind das Kleinigkeiten. Übers Jahr sind es oft mehrere Wochen Lohn.

    Werte für 2026

    Ein typischer SHK-Installateur verschenkt nach Bidmios Schätzung 17.556 € netto im Jahr an Arbeit, die nie auf einer Rechnung landet. Rechnen Sie Ihre eigene Zahl unten aus.

    Schritt 1 von 3 · Extras

    Die Zahlen sind Bidmios Schätzung für einen typischen SHK-Installateur. Passen Sie sie an Ihren Alltag an.

    Std./Woche

    Stunden pro Woche mit Kleinigkeiten, die nicht auf die Rechnung kommen.

    Std./Woche

    Stunden pro Woche mit Anrufen, Nachrichten und Änderungen an einem bestimmten Auftrag.

    Gratisarbeit kostet Sie pro Jahr, netto

    17.556 €/Jahr

    Das sind 1.463 € im Monat.

    Nach Steuern und Sozialversicherung
    11.169 €
    Was Ihnen selbst davon geblieben wäre
    Arbeitstage pro Jahr
    24 Tage
    ≈ 4,8 Arbeitswochen

    Das entspricht 13,85 €/Std. (15,2 %) mehr Stundensatz auf alle Ihre abgerechneten Stunden.

    Wo die Stunden verschwinden

    • „Mal eben schnell“6.006 €66 Std.
    • Nacharbeiten und Rückrufe2.772 €30 Std.
    • Kostenlose Besichtigungen2.772 €30 Std.
    • Telefon und Büro6.006 €66 Std.

    193 Stunden pro Jahr ohne Bezahlung

    Unverbindliche Beispielrechnung ohne Gewähr. Die Zahlen zeigen, was ein gesunder, profitabler Betrieb braucht.

    Gebaut für SHK-Installateure

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    Vom ersten Anruf bis zur bezahlten Rechnung: Angebote, Stundenzettel, Material und Rechnungen in einem System für SHK-Installateure. So sieht das in einer ganz normalen Woche aus.

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    So werden Sie bezahlt

    Fünf Regeln, die aus Gratisarbeit bezahlte Arbeit machen

    Die Regeln stehen im Werkvertragsrecht des BGB. Viel davon gilt nur, wenn es vereinbart oder angezeigt ist: Schreiben Sie es ins Angebot.

    1. Nachträge schriftlich vereinbaren, bevor Sie anfangen

      Will der Kunde etwas ändern, sollen Sie sich über die Mehrvergütung einigen, und Sie müssen ein Angebot dafür machen (§ 650b BGB). Ohne Einigung gilt bei einer Anordnung: tatsächliche Kosten plus angemessene Zuschläge (§ 650c BGB), nur müssen Sie das später beweisen. Eine Nachricht mit „ja, machen Sie das für 450 €“ ist besser als nichts, ein unterschriebener Nachtrag ist besser.

    2. Aufmaß und Angebot nur mit Vereinbarung kostenlos

      Ein Kostenvoranschlag ist im Zweifel nicht zu bezahlen (§ 632 Abs. 3 BGB). Wollen Sie für aufwändige Besichtigungen Geld, vereinbaren Sie das vorher, zum Beispiel eine feste Pauschale, die Sie bei Auftrag verrechnen.

    3. Melden Sie sich, bevor der Kostenvoranschlag platzt

      Zeichnet sich eine wesentliche Überschreitung ab, müssen Sie das dem Kunden unverzüglich anzeigen (§ 649 Abs. 2 BGB). Sonst riskieren Sie Streit über genau den Betrag, um den es teurer wurde.

    4. Abschläge statt alles am Ende

      Für erbrachte Leistungen dürfen Sie Abschläge verlangen (§ 632a BGB). Nachträge, die Sie gleich in den nächsten Abschlag schreiben, gehen nicht verloren.

    5. Mangel oder Zusatzarbeit trennen

      Einen echten Mangel beseitigen Sie selbst, bei Bauwerken fünf Jahre lang ab Abnahme (§ 634a BGB). Ein Schaden durch ein anderes Gewerk, Änderungen des Kunden oder „schauen Sie mal kurz“ sind keine Mängel. Machen Sie eine Abnahme mit Protokoll und Fotos (§ 640 BGB), dann ist der Unterschied später leicht zu zeigen.

    6. Alles schriftlich, ohne den Abend dafür zu opfern

      In Bidmio schicken Sie das Angebot vom Handy, und der Kunde nimmt es online an. Kommt eine Zusatzarbeit dazu, legen Sie einen Nachtrag mit Preis an, den der Kunde freigibt, bevor Sie anfangen, und er landet auf der Rechnung.

    Keine Rechtsberatung. Bei VOB/B-Verträgen gelten eigene Regeln für Nachträge. Fragen Sie in konkreten Fällen Ihre Innung oder einen Anwalt.

    Die Realität

    Ihr Körper ist Ihr wichtigstes Werkzeug, und den gibt es nicht neu zu kaufen

    Handwerk ist harte körperliche Arbeit. Knie, Rücken und Schultern halten keine 50 Jahre auf dem Gerüst, und niemand bezahlt Sie, wenn sie nicht mehr wollen. Das muss Ihr Stundensatz bezahlen, solange Sie können.

    Rechnen Sie selbst: Wollen Sie mit 60 statt 67 aufhören, müssen Sie 7 Jahre ohne Einkommen selbst bezahlen. Bei 2.500 € im Monat sind das 210.000 €, vor Steuern und Inflation. Dieses Geld kommt nur aus einer Quelle: Ihrem Stundensatz in den Jahren, in denen der Körper noch mitmacht.

    Billig arbeiten führt nicht zu einem guten Leben. Jede Stunde, die Sie unter Wert verkaufen, bezahlen Sie später mit Ihrer Gesundheit, Ihrer Rente und Ihrer Freizeit.

    Woher kommen die Zahlen?

    Jede Zahl im Rechner ist entweder ein amtlicher Wert für 2026 oder eine Schätzung, die wir als Schätzung kennzeichnen. Tippen Sie auf ein Feld, um zu sehen, warum, und ein Beispiel aus der Praxis.

    „Mal eben schnell“ ohne Auftrag

    Die Steckdose, die „gleich mit“ versetzt wird, die Tür, die noch nachgehobelt wird: Kleinigkeiten außerhalb des Auftrags, die nie auf der Rechnung landen. Die Startwerte sind Bidmios Schätzung je Gewerk, bewusst niedrig.

    Aus der Praxis: Eineinhalb Stunden pro Woche klingen nach nichts. Bei 44 Arbeitswochen und 81 € Stundensatz sind das 66 Stunden und über 5.300 € im Jahr.

    Telefon und Büro für einzelne Kunden

    Anrufe, Nachrichten, Terminverschiebungen und Änderungswünsche zu einem bestimmten Auftrag. Bidmios Schätzung je Gewerk.

    Aus der Praxis: Der Kunde ruft dreimal an, um die Fliesenfarbe zu besprechen. Zusammen mit den Nachrichten ist eine Stunde weg, die in keinem Angebot steht.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Nacharbeiten und Rückrufe

    Wie oft Sie im Monat noch einmal hinfahren, ohne dass es bezahlt wird: echte Mängel, aber auch Dinge, die kein Mangel sind. Bidmios Schätzung je Gewerk.

    Aus der Praxis: Der Kunde meldet einen tropfenden Siphon, den ein anderer Handwerker gelockert hat. Sie fahren hin, weil es schneller geht als zu diskutieren. Das ist Arbeit, die Sie berechnen dürfen.

    Stunden pro Nacharbeit

    Mit An- und Abfahrt, Material holen und der Zeit beim Kunden. Bidmios Schätzung je Gewerk.

    Aus der Praxis: Zehn Minuten Arbeit beim Kunden, aber zweimal 40 Minuten Fahrt: Das ist eineinhalb Stunden ohne Umsatz.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Kostenlose Besichtigungen

    Aufmaß und Beratung vor Ort für ein Angebot, das am Ende nicht beauftragt wird. Ohne Vereinbarung ist ein Kostenvoranschlag im Zweifel nicht zu bezahlen (§ 632 Abs. 3 BGB). Bidmios Schätzung je Gewerk.

    Aus der Praxis: Vier Besichtigungen im Monat, und nur jede dritte wird ein Auftrag: Die anderen zahlen Sie selbst, wenn sie nicht im Stundensatz stecken.

    2 weitere Erklärungen anzeigen
    Stunden pro Besichtigung

    Mit Fahrt, Aufmaß und der Zeit, das Angebot zu schreiben. Bidmios Schätzung je Gewerk.

    Aus der Praxis: Für ein Badangebot sind Sie schnell zwei Stunden beim Kunden und eine Stunde am Schreibtisch.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Ihr Stundensatz

    Was jede dieser Stunden wert gewesen wäre. Aus dem Stundensatz-Rechner übernommen; tragen Sie Ihren echten Satz ein.

    Aus der Praxis: 200 verschenkte Stunden bei 81 € sind gut 16.000 € Umsatz im Jahr, mehr als ein Maler-Transporter im Jahr kostet.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Alle Quellen

    Werte für 2026

    Steuer- und Beitragswerte ändern sich jedes Jahr. Wir aktualisieren die Zahlen, sobald die neuen Werte veröffentlicht sind. Prüfen Sie Ihre eigenen Zahlen trotzdem mit Ihrem Steuerberater.

    Was zählt als Gratisarbeit?

    Stunden für den Auftrag eines Kunden, für die Sie kein Geld bekommen: Kleinigkeiten über den Auftrag hinaus, Nacharbeiten, Besichtigungen ohne Auftrag und Telefon und Büro für den einzelnen Auftrag. Allgemeines Büro wie die Buchhaltung gehört nicht dazu, das steckt schon in der nicht abrechenbaren Zeit im Stundensatz-Rechner.

    Woher kommen die Stunden?

    Eine amtliche Statistik über nicht berechnete Arbeit gibt es nicht, die Startwerte sind Bidmios Schätzung für einen typischen Einzelunternehmer, bewusst niedrig. Passen Sie sie an, zum Beispiel indem Sie zwei Wochen lang Ihre Gratisstunden aufschreiben.

    Soll ich für Besichtigungen Geld nehmen?

    Das entscheiden Sie. Viele nehmen für eine kurze Besichtigung nichts, rechnen die Zeit aber im Stundensatz mit. Bei weiten Anfahrten oder aufwändigem Aufmaß ist eine vorher vereinbarte Pauschale üblich, die bei Auftrag verrechnet wird. Ohne Vereinbarung ist ein Kostenvoranschlag im Zweifel kostenlos.

    Warum rechnen Sie Steuern ab?

    Weil das zählt, was Ihnen selbst geblieben wäre. Der Umsatz wird zu Gewinn, und davon gehen Einkommen- und Gewerbesteuer und, solange Sie unter der Beitragsbemessungsgrenze liegen, Kranken- und Pflegeversicherung ab, mit den Werten 2026 aus dem Stundensatz-Rechner.

    Speichern Sie meine Zahlen?

    Nein. Alles wird in Ihrem Browser gerechnet, nichts geht an einen Server. Der Link zum Teilen enthält nur Ihre Stunden und Ihren Stundensatz.

    Hinweis

    Alle Berechnungen sind unverbindliche Beispielrechnungen ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Sie sind keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Die Zahlen zeigen, was ein gesunder und profitabler Betrieb nach Ihren Eingaben und den typischen Werten für 2026 braucht. Ihre eigene Lage kann abweichen. Besprechen Sie Entscheidungen immer mit Ihrem Steuerberater.