Was kostet Sie ein angestellter SHK-Installateur pro Stunde?

    Ein Geselle mit 20 € Stundenlohn kostet viel mehr als 20 €. Rechnen Sie Urlaub, Feiertage, Krankheit, Arbeitgeberanteile, Umlagen, Berufsgenossenschaft, Transporter und die Stunden, die der Kunde nicht bezahlt, dazu und sehen Sie die echten Selbstkosten.

    Werte für 2026

    Ein Geselle als SHK-Installateur mit 19,10 € Tariflohn kostet typisch 47 € pro abrechenbarer Stunde, wenn Urlaub, Feiertage, Krankheit, Arbeitgeberanteile, Berufsgenossenschaft und Transporter eingerechnet sind.

    Schritt 1 von 3 · Mitarbeiter

    EUR

    Lohn pro Stunde ohne Zuschläge. Azubi: Ausbildungsvergütung ÷ 173 Stunden (1.200 € ≈ 6,90 €).

    Selbstkosten pro abrechenbarer Stunde

    47€/Std.

    das 2,4-fache des Stundenlohns von 19,10 € brutto

    Mindestpreis für den Kunden

    56 € netto

    Abrechenbare Stunden pro Jahr
    1.394
    Kosten pro Jahr gesamt
    65.051 €

    Woraus die Stunde besteht

    • Lohn brutto51 %24,11 €
    • Urlaubs- und Feiertagslohn9 %4,39 €
    • Arbeitgeberanteile und Umlagen15 %6,96 €
    • Berufsgenossenschaft1 %0,65 €
    • Kleidung, Werkzeug, Handy3 %1,29 €
    • Firmenwagen22 %10,33 €
    • Erstattung2 %−1,07 €

    Beträge pro abrechenbarer Stunde.

    Unverbindliche Beispielrechnung ohne Gewähr. Die Zahlen zeigen, was ein gesunder, profitabler Betrieb braucht.

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    Die Realität

    Ihr Körper ist Ihr wichtigstes Werkzeug, und den gibt es nicht neu zu kaufen

    Handwerk ist harte körperliche Arbeit. Knie, Rücken und Schultern halten keine 50 Jahre auf dem Gerüst, und niemand bezahlt Sie, wenn sie nicht mehr wollen. Das muss Ihr Stundensatz bezahlen, solange Sie können.

    Rechnen Sie selbst: Wollen Sie mit 60 statt 67 aufhören, müssen Sie 7 Jahre ohne Einkommen selbst bezahlen. Bei 2.500 € im Monat sind das 210.000 €, vor Steuern und Inflation. Dieses Geld kommt nur aus einer Quelle: Ihrem Stundensatz in den Jahren, in denen der Körper noch mitmacht.

    Billig arbeiten führt nicht zu einem guten Leben. Jede Stunde, die Sie unter Wert verkaufen, bezahlen Sie später mit Ihrer Gesundheit, Ihrer Rente und Ihrer Freizeit.

    Woher kommen die Zahlen?

    Jede Zahl im Rechner ist entweder ein amtlicher Wert für 2026 oder eine Schätzung, die wir als Schätzung kennzeichnen. Tippen Sie auf ein Feld, um zu sehen, warum, und ein Beispiel aus der Praxis.

    Stundenlohn brutto

    Startwert ist der Tariflohn für Gesellen 2026: Maler 20,00 € (West, ab 1. Juni), Zimmerer und Maurer 23,97 € (Bauhauptgewerbe, Lohngruppe 3, ab 1. April), Dachdecker 23,28 € (ab 1. Oktober), Elektro 19,50 € (Beispiel Berlin-Brandenburg), SHK 19,10 € (Beispiel Schleswig-Holstein). Tariflöhne gelten für tarifgebundene Betriebe; der gesetzliche Mindestlohn liegt bei 13,90 €, im Elektrohandwerk bei 14,93 €, für gelernte Dachdecker bei 16,60 €, für Maler-Gesellen bei 16,13 € (ab 1. Juli 2026). Azubis: 1.200 € im Monat im zweiten Lehrjahr (Dachdecker) sind rund 6,90 € pro Stunde.

    Aus der Praxis: Gute Gesellen bekommen in Ballungsräumen oft 2 bis 4 € über Tarif. Bei einem Maler sind 3 € mehr Stundenlohn rund 5,50 € mehr Selbstkosten pro abrechenbarer Stunde, weil Urlaub, Feiertage und Arbeitgeberanteile mitwachsen.

    Stunden pro Woche

    Im Bauhauptgewerbe gilt die 40-Stunden-Woche, viele andere Handwerkstarife liegen zwischen 38 und 40 Stunden. Tragen Sie die vereinbarte Arbeitszeit ein, nicht die Stunden mit Überstunden.

    Aus der Praxis: Bezahlen Sie Überstunden mit Zuschlag, wird jede zusätzliche Stunde teurer als eine normale. Kalkulieren Sie Angebote nicht mit Überstunden als Normalfall.

    Urlaub

    Das Gesetz garantiert 24 Werktage (4 Wochen), die Handwerkstarife 30 Arbeitstage, also 6 Wochen. In diesen Wochen bezahlen Sie den Lohn weiter, aber niemand bezahlt die Stunden.

    Aus der Praxis: 6 Wochen Urlaub bei 40 Stunden sind 240 bezahlte Stunden ohne Kunden. Beim Maler-Gesellen sind das 4.800 € Lohn plus Arbeitgeberanteile, die auf die anderen Stunden verteilt werden müssen.

    Feiertage

    Gesetzliche Feiertage, die auf Werktage fallen, bezahlen Sie weiter. Je nach Bundesland und Jahr sind das 7 bis 12 Tage, im Schnitt etwa 2 Wochen.

    Aus der Praxis: In Bayern fallen 2026 neun Feiertage auf Werktage, in Berlin sieben. In Bayern kosten Sie die Feiertage also zwei Arbeitstage mehr pro Geselle.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Krankheit

    Ein Arbeitnehmer fehlte 2025 im Schnitt 14,6 Arbeitstage, also rund 3 Wochen. Bis zu 6 Wochen pro Krankheit zahlen Sie den Lohn weiter. Betriebe mit bis zu 30 Mitarbeitern bekommen über die Umlage U1 einen Teil zurück; Bidmio rechnet mit 65 % (IKK classic, allgemeiner Satz). Die Umlage selbst ist in den Arbeitgeberanteilen enthalten.

    Aus der Praxis: Ein Geselle mit Bandscheibenvorfall fällt 6 Wochen aus. Sie zahlen 240 Stunden Lohn ohne Umsatz; die Krankenkasse erstattet bei der IKK classic 65 %, der Rest bleibt beim Betrieb.

    9 weitere Erklärungen anzeigen
    Berufsschule und Lehrgänge

    Azubis sind an ein bis zwei Tagen pro Woche oder in Blockwochen in der Berufsschule, dazu kommt überbetriebliche Ausbildung. Die Vergütung läuft weiter. 12 Wochen im Jahr sind Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Im Bauhauptgewerbe ist das erste Lehrjahr zu einem großen Teil Ausbildungszentrum. Rechnen Sie in dieser Zeit nicht mit Umsatz vom Azubi.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Abrechenbare Zeit

    Nicht jede bezahlte Stunde kann dem Kunden berechnet werden: Fahrten zum Großhandel, Rüstzeit, Aufräumen, Wartezeit auf andere Gewerke und Werkstattarbeit. 85 % für Gesellen und 70 % für Azubis sind Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Wartet ein Geselle einen Vormittag auf den Estrichleger, sind 4 Stunden Lohn weg. Zwei solcher Tage im Monat drücken die abrechenbare Zeit um 5 Prozentpunkte.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Urlaubs- und Feiertagslohn

    Für Urlaub und Feiertage zahlen Sie den Lohn weiter. Bei 6 Wochen Urlaub und 2 Wochen Feiertagen sind das 8 Wochen Lohn zusätzlich zu 44 Arbeits- und Krankheitswochen, also 18,2 % auf den Lohn. Im Bauhauptgewerbe läuft das Urlaubsgeld über die SOKA-BAU (Beitrag Urlaub 14,7 %), bei Malern über die malerkasse (12,3 %); die Kosten sind ähnlich.

    Aus der Praxis: Ein Zimmerer mit 23,97 € Stundenlohn bekommt in 8 Wochen Urlaub und Feiertagen rund 7.700 € Lohn, ohne dass ein Kunde eine Stunde bezahlt.

    Arbeitgeberanteile Sozialversicherung inkl. Umlagen

    2026 zahlen Sie die Hälfte der Renten- (9,3 %), Arbeitslosen- (1,3 %) und Krankenversicherung (7,3 % plus halber Zusatzbeitrag, im Schnitt 1,45 %), 1,8 % Pflegeversicherung, 0,15 % Insolvenzgeldumlage und die Umlagen U1 und U2 für Krankheit und Mutterschutz. Mit den Sätzen der IKK classic sind das 24,43 % auf den Bruttolohn.

    Aus der Praxis: Auf 3.500 € Monatslohn zahlen Sie rund 855 € Arbeitgeberanteile obendrauf. Diese Kosten sieht der Geselle auf seiner Abrechnung gar nicht.

    Sozialkasse

    Viele Gewerke zahlen zusätzlich an eine Sozialkasse. Maurer und Zimmerer (SOKA-BAU): ab 1. Juli 2026 im Westen 1,9 % Berufsbildung und 3,2 % Zusatzversorgung, dazu 2026 der Arbeitgeberanteil der Winterbeschäftigungs-Umlage von 0,6 %, zusammen 5,7 %. Dachdecker (SOKA-DACH): 12,4 % für Berufsbildung, Zusatzversorgung, einen Teil des 13. Monatseinkommens und Beschäftigungssicherung, dazu 1,0 % Winterumlage, zusammen 13,4 %. Maler (malerkasse): 2,0 % Zusatzversorgung. Die Urlaubsbeiträge (SOKA-BAU 14,7 %, malerkasse 12,3 %) stecken hier im Urlaubslohn. Elektro und SHK haben keine Sozialkasse.

    Aus der Praxis: Bei 50.000 € Bruttolohn eines Dachdecker-Gesellen sind 13,4 % rund 6.700 € im Jahr, fast 5 € pro abrechenbarer Stunde. Dafür bekommt er einen Teil seines 13. Monatseinkommens und eine Zusatzrente, und die Kasse erstattet einen großen Teil der Ausbildungskosten Ihrer Azubis.

    Berufsgenossenschaft

    Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt allein der Arbeitgeber. Der Beitrag ist Lohnsumme mal Gefahrklasse mal Beitragsfuß: Für den Bauwerksbau stehen im Musterbescheid der BG BAU 11,84 × 0,3950 = 4,68 % der Lohnsumme. Für Maler, Elektro und SHK sind die Gefahrklassen niedriger. Die Beträge sind Bidmios Schätzung auf dieser Grundlage.

    Aus der Praxis: Ein Maurer mit 50.000 € Bruttolohn kostet bei 4,68 % rund 2.300 € BG-Beitrag im Jahr. Der genaue Wert steht in Ihrem Beitragsbescheid.

    Arbeitskleidung, Werkzeug, Handy

    Arbeitsschutzkleidung, Sicherheitsschuhe, persönliches Werkzeug, Handy mit Vertrag und Verschleiß. 150 € im Monat sind Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Sicherheitsschuhe, Arbeitshosen und eine Winterjacke kosten schnell 400 € im Jahr pro Mitarbeiter, ein Akkuschrauber-Set noch einmal so viel.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Firmenwagen

    Fährt der Geselle einen eigenen Transporter, gehören dessen Kosten zu seiner Stunde. Der Startwert kommt aus unserem Transporter-Check für Ihr Gewerk.

    Aus der Praxis: Ein Elektriker-Transporter mit Regalsystem kostet mit Abschreibung, Diesel und Versicherung rund 1.200 € im Monat. Fährt der Geselle im Wagen des Chefs mit, tragen Sie 0 ein.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Aufschlag

    Der Aufschlag ist der Gewinn des Betriebs an der Stunde des Mitarbeiters. Er bezahlt Ihre Zeit für Angebote, Planung und Führung und das Risiko, dass ein Auftrag schiefgeht. 20 % sind Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Bei 49 € Selbstkosten sind 20 % Aufschlag knapp 10 € pro Stunde. Bei 1.394 abrechenbaren Stunden im Jahr bringt ein Geselle dem Betrieb so rund 13.700 € vor Steuern.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Warum kostet ein Geselle so viel mehr als seinen Stundenlohn?

    Zum Lohn kommen bezahlter Urlaub und Feiertage, Lohnfortzahlung bei Krankheit (die Umlage U1 erstattet einen Teil), rund 21 % Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, die Umlagen U1, U2 und Insolvenzgeld, die Berufsgenossenschaft und je nach Gewerk eine Sozialkasse: SOKA-BAU für Maurer und Zimmerer, SOKA-DACH für Dachdecker, malerkasse für Maler. Gleichzeitig können Sie nicht jede Stunde abrechnen. Alle Kosten müssen auf die Stunden verteilt werden, die der Kunde wirklich bezahlt.

    Gilt der Tariflohn auch für meinen Betrieb?

    Tarifverträge gelten für Mitglieder der Innung und der Gewerkschaft, allgemeinverbindliche Mindestlöhne für alle. In vielen Gewerken liegen gute Gesellen ohnehin über Tarif. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 13,90 € pro Stunde; im Elektrohandwerk gilt ein Branchenmindestlohn von 14,93 €, im Dachdeckerhandwerk 16,60 € für Gelernte, im Malerhandwerk 16,13 € für Gesellen (ab 1. Juli 2026).

    Welchen Aufschlag sollte ich rechnen?

    Der Aufschlag ist das, was der Betrieb an der Stunde des Mitarbeiters über die Selbstkosten hinaus verdient. Er muss Ihre eigene Zeit für Führung, Angebote und das Risiko bezahlen. Viele rechnen mit 15 bis 30 Prozent.

    Speichern Sie meine Zahlen?

    Nein. Alles wird in Ihrem Browser gerechnet, nichts geht an einen Server. Der Link zum Teilen enthält nur Mitarbeiterart, Stundenlohn und Ihren Preis.

    Hinweis

    Alle Berechnungen sind unverbindliche Beispielrechnungen ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Sie sind keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Die Zahlen zeigen, was ein gesunder und profitabler Betrieb nach Ihren Eingaben und den typischen Werten für 2026 braucht. Ihre eigene Lage kann abweichen. Besprechen Sie Entscheidungen immer mit Ihrem Steuerberater.