Was kosten säumige Kunden Sie als SHK-Installateur?

    Kunden, die spät oder gar nicht zahlen, kosten mehr als die Rechnung: Zeit fürs Mahnen, Zinsen fürs Kontokorrent und Umsatzsteuer, die Sie vielleicht schon ans Finanzamt gezahlt haben. Sehen Sie Ihre eigene Zahl und was Ihnen das Gesetz zugesteht.

    Werte für 2026

    Mit typischen Zahlen kosten späte und ausgefallene Zahlungen einen SHK-Installateur 2.976 € im Jahr netto, vor Steuern. Passen Sie die Zahlen unten an Ihren Betrieb an.

    Schritt 1 von 3 · Ihr Umsatz

    Beispiel: ein SHK-Installateur allein mit Kundendienst und Bädern. Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen ein.

    EUR

    Alles, was Sie im Jahr in Rechnung stellen, ohne Mehrwertsteuer.

    EUR

    Damit zählen wir, wie viele Rechnungen Sie anmahnen müssen.

    %

    Nur bei Firmenkunden gibt es 10,52 % Zinsen und die 40-€-Pauschale.

    Säumige Kunden kosten Sie pro Jahr

    2.976 €

    netto, vor Steuern

    Nach Steuern (Einzelunternehmen, Grenzsteuersatz etwa 33 %): 1.988 € pro Jahr

    Das setzt sich zusammen aus

    • Ausfall: Rechnungen, die nie bezahlt werden1.200 €
    • Ihre Zeit fürs Mahnen (18 Stunden)1.638 €
    • Zinsen auf das Geld, das Kunden Ihnen schulden138 €

    Das Gesetz lässt Sie 331 € pro Jahr an Zinsen und Pauschalen verlangen.

    Unverbindliche Beispielrechnung ohne Gewähr. Die Zahlen zeigen, was ein gesunder, profitabler Betrieb braucht.

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    Vom ersten Anruf bis zur bezahlten Rechnung: Angebote, Stundenzettel, Material und Rechnungen in einem System für SHK-Installateure. So sieht das in einer ganz normalen Woche aus.

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    BGB und UStG 2026

    Das dürfen Sie verlangen, wenn der Kunde zu spät zahlt

    Die Regeln sind für Privatkunden (Verbraucher) und Firmenkunden verschieden. Die Werte sind im Oktober 2026 geprüft.

    Umsatzsteuer bei Ausfällen

    Bei der Sollversteuerung zahlen Sie die Umsatzsteuer mit der Voranmeldung für den Monat der Leistung, auch wenn der Kunde nicht gezahlt hat. Zurück gibt es sie erst, wenn die Forderung uneinbringlich ist. Mit bis zu 800.000 € Vorjahresumsatz können Sie die Istversteuerung beantragen und zahlen erst, wenn das Geld da ist.

    So kommen Sie schneller an Ihr Geld

    • Zahlungsbedingungen ins AngebotZahlungsziel als Datum („zahlbar bis …“), Verzugszinsen und Abschläge gehören ins Angebot, das der Kunde unterschreibt. Mit einem Datum ist der Kunde ab dem nächsten Tag im Verzug, ohne dass Sie mahnen müssen.
    • Abschläge bei größeren AufträgenTeilen Sie einen Auftrag ab etwa 5.000 € in Abschläge nach Baufortschritt, zum Beispiel 30 % bei Beginn, 40 % in der Mitte und den Rest nach Abnahme. Sie haben nie mehr als einen Abschlag offen.
    • Material vorab bezahlen lassenBestellen Sie Sondermaterial für den Kunden, lassen Sie es vor der Bestellung bezahlen. Maßanfertigungen nimmt der Großhandel selten zurück.
    • Am selben Tag abrechnenEine Rechnung, die eine Woche nach der Abnahme rausgeht, wird eine Woche später bezahlt. Mahnen Sie am Tag nach dem Zahlungsziel und lassen Sie es nicht schleifen: Forderungen verjähren nach drei Jahren zum Jahresende.
    • Nachträge schriftlichStreit über den Preis ist der klassische Grund, Geld zurückzuhalten. Ein Angebot und Nachträge, die der Kunde schriftlich freigegeben hat, sind Ihr bester Beweis.

    In Bidmio schicken Sie das Angebot mit Ihren Zahlungsbedingungen, der Kunde gibt es digital frei, und aus dem Angebot werden Abschlagsrechnungen und die Schlussrechnung, ohne alles neu zu tippen.

    Woher kommen die Zahlen?

    Jede Zahl im Rechner ist entweder ein amtlicher Wert für 2026 oder eine Schätzung, die wir als Schätzung kennzeichnen. Tippen Sie auf ein Feld, um zu sehen, warum, und ein Beispiel aus der Praxis.

    Umsatz pro Jahr

    Alles, was Sie im Jahr in Rechnung stellen, ohne Mehrwertsteuer. Die Startwerte sind Bidmios Schätzung für einen Handwerker, der allein arbeitet, und passen zum Stundensatz-Rechner: Ein Maler braucht rund 110.000 € Umsatz für 3.000 € netto im Monat.

    Aus der Praxis: Ein Ausfall von 1 % klingt nach wenig. Bei 110.000 € Umsatz sind das 1.100 €, also gut 13 Stunden Arbeit, für die Sie nie Geld sehen.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Typische Rechnung

    Damit zählen wir, wie viele Rechnungen Sie anmahnen müssen. Bidmios Schätzung je Gewerk: kleine Kundendienstrechnungen bei Elektro und SHK, große Rechnungen bei Dachdeckern.

    Aus der Praxis: Ein Elektriker mit vielen Rechnungen über 1.500 € verbringt mehr Zeit mit Mahnen als ein Dachdecker mit wenigen über 9.000 €, auch bei gleichem Umsatz.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Anteil Firmenkunden

    Firmenkunden, Hausverwaltungen und Bauträger schulden 9 statt 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz und 40 € Pauschale pro verspäteter Rechnung. Bidmios Schätzung je Gewerk.

    Aus der Praxis: Eine Hausverwaltung zahlt Ihre Rechnung über 2.500 € 30 Tage zu spät. Ihnen stehen 40 € Pauschale und rund 26 € Zinsen zu, die Sie nur bekommen, wenn Sie sie verlangen.

    Anteil, der zu spät bezahlt wird

    Der Anteil Ihres Umsatzes, der nach dem Zahlungsziel eingeht. 25 % sind Bidmios Schätzung. Ihre Buchhaltung oder Ihr Bankkonto zeigt die echte Zahl.

    Aus der Praxis: Jede vierte Rechnung zu spät heißt: Bei 110.000 € Umsatz sind über das Jahr 27.500 € später auf dem Konto als geplant.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Tage zu spät

    Wie lange das Geld im Schnitt nach dem Zahlungsziel ausbleibt. 21 Tage sind Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Zahlungsziel 14 Tage plus 21 Tage zu spät heißt: Sie finanzieren den Auftrag fünf Wochen lang selbst, das Material beim Großhandel oft schon bezahlt.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    5 weitere Erklärungen anzeigen
    Ausfall

    Der Teil des Umsatzes, den Sie nie bekommen: Insolvenz des Kunden, Streit über Mängel, Kunde unauffindbar. 1 % ist Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Ein Bauträger meldet Insolvenz an, und Ihre Schlussrechnung über 8.000 € landet in der Insolvenztabelle. Mit Glück kommen ein paar Prozent zurück, nach Jahren.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Zeit fürs Mahnen

    Erinnerung, Mahnungen, Anrufe, Nachrichten und das Buchen der Zahlung. 1,5 Stunden pro später Rechnung sind Bidmios Schätzung.

    Aus der Praxis: Zwei Mahnungen schreiben, drei Mal anrufen und einmal hinfahren: Schnell sind es zwei Stunden, die kein Kunde bezahlt.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Ihr Stundensatz

    Die Zeit fürs Mahnen fehlt auf der Baustelle. Wir bewerten sie mit Ihrem Stundensatz aus dem Stundensatz-Rechner.

    Aus der Praxis: 20 Stunden Mahnen im Jahr bei 81 € sind 1.620 € Umsatz, die Sie in dieser Zeit hätten machen können.

    Bidmio-Schätzung aus typischen Werten. Passen Sie sie an Ihren Betrieb an.

    Zins aufs Kontokorrent

    Geld, das Kunden Ihnen schulden, fehlt auf dem Konto. Wer dann ins Minus geht, zahlt Kontokorrentzinsen. 8 % sind Bidmios Schätzung; der EZB-Leitzins lag im Sommer 2026 bei 2,40 %, Dispo- und Kontokorrentzinsen liegen deutlich darüber.

    Aus der Praxis: Sind im Schnitt 2.000 € offen, kosten 8 % Zinsen rund 160 € im Jahr. Klingt wenig, aber genau diese Zinsen dürfen Sie über die Verzugszinsen zurückholen.

    Rechtsform

    Ausfälle und Zeit senken den Gewinn und damit die Steuer. Im Einzelunternehmen sparen Sie Ihren Grenzsteuersatz aus Einkommen- und Gewerbesteuer, in der GmbH Körperschaft- und Gewerbesteuer von zusammen rund 31 % bei durchschnittlichem Hebesatz.

    Aus der Praxis: 1.000 € Ausfall kosten Sie im Einzelunternehmen nach Steuern rund 670 €. Der Rest fehlt dem Finanzamt, aber Ihnen fehlt trotzdem der größere Teil.

    Alle Quellen

    Werte für 2026

    Steuer- und Beitragswerte ändern sich jedes Jahr. Wir aktualisieren die Zahlen, sobald die neuen Werte veröffentlicht sind. Prüfen Sie Ihre eigenen Zahlen trotzdem mit Ihrem Steuerberater.

    Wie hoch sind die Verzugszinsen 2026?

    Der Basiszinssatz der Bundesbank liegt seit 1. Juli 2026 bei 1,52 %. Privatkunden schulden 5 Prozentpunkte mehr, also 6,52 % im Jahr, Firmenkunden 9 Prozentpunkte mehr, also 10,52 % (§ 288 BGB). Der Basiszinssatz ändert sich zum 1. Januar und 1. Juli.

    Darf ich eine Mahngebühr verlangen?

    Eine feste Mahngebühr sieht das Gesetz nicht vor. Ersetzt werden nur tatsächliche, nachweisbare Kosten des Verzugs, und die erste Mahnung, mit der Sie den Verzug erst auslösen, nicht. Von Firmenkunden bekommen Sie zusätzlich 40 € pro verspäteter Rechnung.

    Wann kann ich die 40-€-Pauschale verlangen?

    Wenn ein Kunde, der kein Verbraucher ist, mit einer Zahlung in Verzug ist, auch bei einer Abschlagsrechnung (§ 288 Abs. 5 BGB). Bei Privatkunden gibt es sie nicht.

    Muss ich Umsatzsteuer für eine Rechnung zahlen, die der Kunde nicht bezahlt hat?

    Bei der Sollversteuerung ja, mit der Voranmeldung für den Monat der Leistung. Ist die Forderung uneinbringlich, berichtigen Sie die Steuer (§ 17 Abs. 2 UStG). Mit der Istversteuerung, die bis 800.000 € Vorjahresumsatz möglich ist, zahlen Sie erst, wenn das Geld da ist. Fragen Sie Ihren Steuerberater.

    Woher kommen die Zahlen im Beispiel?

    Umsatz, Rechnungsgröße, Anteil später Zahler, Ausfall und Zeit sind Bidmios Schätzungen für einen Handwerker, der allein arbeitet. Zinssätze und Pauschale stehen in § 288 BGB, der Basiszinssatz kommt von der Bundesbank.

    Speichern Sie meine Zahlen?

    Nein. Alles wird in Ihrem Browser gerechnet, nichts geht an einen Server. Der Link zum Teilen enthält nur Umsatz, Rechnungsgröße, Anteil später Zahler, Tage zu spät, Anteil Firmenkunden und die Rechtsform.

    Hinweis

    Alle Berechnungen sind unverbindliche Beispielrechnungen ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Sie sind keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Die Zahlen zeigen, was ein gesunder und profitabler Betrieb nach Ihren Eingaben und den typischen Werten für 2026 braucht. Ihre eigene Lage kann abweichen. Besprechen Sie Entscheidungen immer mit Ihrem Steuerberater.